Hochsensibilität (HS)

Muscheln

Hochsensibilität ist ein fest verankertes Persönlichkeitsmerkmal, das bei 15-20 Prozent der Menschen, Männern wie Frauen, auftritt. Ein veranlagungsbedingtes, besonders leicht erregbares Nervensystem reagiert mit deutlich erhöhter Empfindlichkeit auf äußere und innere Reize. Die Wahrnehmung ist dadurch subtiler, umfangreicher, nuancenreicher und intensiver. Die Informationen werden genauer und manchmal sehr emotional verarbeitet. Dadurch tritt schneller ein Zustand der Überstimulation und Übererregung ein. Das Erlebte klingt lange nach. Hochsensible brauchen immer wieder Auszeiten, Ruhe und Rückzugsorte, der Körper braucht Aufmerksamkeit und Fürsorge, die Nerven brauchen Zeit, um sich wieder beruhigen zu können.

Die meisten Hochsensiblen haben aus ihrem Umfeld unzählige Sätze gehört, wie: "sei doch nicht so empfindlich", hab dich nicht so!", "Stell dich nicht so an", "bist du aber dünnhäutig", "was hast du denn jetzt schon wieder", "das bildest du dir nur ein", "reiß dich zusammen", "du steigerst dich in etwas hinein", "du machst immer alles so kompliziert", "mit dir ist es schwierig", "ich kann dir überhaupt nicht folgen" ...

Durch solche Sätze haben viele an sich gezweifelt, sich unverstanden und alleine gefühlt.
Als Kinder wurden sie häufig für scheu, schüchtern, gehemmt oder überängstlich gehalten, manche verhielten sich zappelig oder überaktiv.

Jetzt geht es darum, sich anders verstehen zu lernen, neue Strategien für sich zu entwickeln und die hochsensible Eigenschaft nicht mehr als störend und hinderlich, sondern als wertvolle Gabe zu erleben.


Hochsensibel – Und was nun?

Veranstaltung bei der Offenen Tür Erlangen

Referentinnen: Katrin Dörfler und
 Annemarie Jäger

Kurszeiten:
 Samstag, 20.1.2018, 10.00 bis 18.00 Uhr

Teilnehmergebühr: 77,00 €

Maximal 10 Teilnehmer/innen

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